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15. Februar 2017

Hose ECW

Eine neuerliche Musketierhose, nach dem Schnitt aus dem English Civil War (1642-1651). Hierzu musste ich ein paar Stellen von meinem bisherigen Schnitt modifizieren und ich muss sagen, mir gefällt der Schnitt bisher am besten (und nicht nur weil es endlich mal Musketierhosen mit Hosentaschen sind). Verwendet habe ich grau melierten Wollstoff und am Bund, entlang der Knopf/Knopflochleiste, für die Taschen und an den Knien noch ein Futter aus Leinen. Die Knöpfe sind 18mm Ösenknöpfe von knopftruhe.de (kann den Shop nur wärmstens empfehlen). Im Kreuz habe ich noch eine Schnürung gemacht, damit ich je nach Vollgefressenheit den Bund etwas lockern kann

Der Schnitt sieht etwa so aus:
 

3. Februar 2017

Hose Ves

Ebenfalls ein Teil das ich jetzt schon lange hinausgezögert habe. Die Hose von Ves aus The Witcher 2 und 3 ist nach dem Schnitt einer spätmittelalterlichen Schamlatzhose genäht, jedoch ist der Bund etwas höher (etwa wie bei Landsknechthosen mit ähnlichem Schnitt). Das rechte Hosenbein ist tatsächlich aus einzelnen Streifen zusammengenäht und dann in der selben Form ausgeschnitten wie das linke Bein. Gemacht ist alles aus blauem und hellbraunem Wollstoff sowie blauem Leinen für das Futter (die das Futter reicht nur bis kurz unter den Schritt), welches per Hand fixiert wurde. Auch wenn es vielleicht einfach aussieht, die Hose hat mich einiges an Nerven gekostet, nicht zuletzt wegen diverser Denk- und Schlampigkeitsfehler.

30. Januar 2017

Hose Continental Army Uniform

Das nächste Stück der Uniform. Die Hose habe ich bereits seit ein paar Tagen fast fertig, aber hab die letzten Handgriffe immer wieder rausgeschoben. Sie ist aus der selben Wolle wie der Waistcoat. Der Schnitt wurde etwas modifiziert. Wirklich toll ist das Arbeiten mit raw edges, also nicht gewendeten Säumen. Das macht das Arbeiten wesentlich einfach und zudem hält es die Kanten schön dünn. Sie könnte zwar im Schritt etwas besser sitzen, aber im Großen und Ganzen bin zufrieden.

24. Januar 2017

Continental Army Knapsack Tornister

Zu recherchieren ist eine verzwickte Sache, denn immer wieder passiert es, dass man eigentlich nach etwas ganz anderem sucht, aber dann über Dinge stolpert, die man dann unbedingt haben willt. In dem Fall ist es ein Knapsack der Continental Army, der passend zur Uniform sein sollte. Ich habe zwar schon einen Rucksack gemacht, aber der ist eben kein von der Armee ausgegebener Typ. Um auch möglichst wenig falsch zu machen, habe ich einige Reenacter kontaktiert und sie um Rat gefragt. Herausgekommen ist nun ein Tornister der nicht nur praktisch, sondern auch recht historisch nahe ist (da es für die Knapsacks nicht wirklich detailierte Referenzen gibt, hat man hier auch einen gewissen Interpretationsspielraum). Der Tornister ist aus Leinen genäht und mit einer Mischung aus Leinölfirnis und Eisenoxid gefärbt und abgedichtet. Ich habe hierbei mehere Schichten Firnis aufgetragen um ihn möglichst dicht zu bekommen. Der Stoff klebt nun nach fast einer Woche Trockenzeit immer noch ein wenig und ich denke, das wird noch einige Zeit so bleiben. Bis zum ersten Einsatz sollte er aber dann wirklich durchgetrocknet sein. Die Riemen sind aus 3-4mm vegetabilem Rindsleder geschnitten und dick geölt und mit Schuhcreme etwas rustiziert worden. Die Schnallen sind hier aus Draht selbst gebogene und mit Gun Blue geschwärze Billigteile (genauso wie in der Vorlage). Ich kann diese Form des Rucksacks jedem nur empfehlen, da er sehr einfach und billig herzustellen und zudem wirklich wasserfest ist. Einzig die Patzerei mit der Firnis könnte man scheuen, aber ich halte es in jedem Fall für empfehlenswert.

22. Januar 2017

Schwertgürtel, -gehänge und Scheide

Für einen Freund habe ich dieses mittlerweile längst überfälliges Ensemble gemacht bestehend eben aus einem Punzierten Gürtel, zwei Hängeriemen und einer Scheide. Hierbei habe ich 3-4mm vegetabil gegerbtes Leder verwendet und zweierlei Lederfarben (Fiebing leather dye medium brown und tan). Zusätzlich habe ich den Gürtel mit schwarzer Schuhcreme behandelt damit die Punzierung besser herauskommt. Die Scheide wurde auch noch mit Leinölfirnis dick eingelassen.

16. Januar 2017

Karambit Mod und Scheide

Vor ein paar Tagen habe ich mir ein Karambit bestellt. Der Preis war ausgesprochen güstig und so hatte ich große Zweifel ob es sich um ein gutes Messer handelt, aber die Kritiken waren durchwegs positiv. Wie sich später zeigen sollte, ist der Stahl sogar so hart, dass ich nicht einmal mit einem Kobalt Bohrkopf durchkomme. Als da Karambit nun da war, wurde ich tatsächlich nicht enttäuscht. Es kommt verdammt scharf und es liegt gut in der Hand. Einzig, der moderne "tactical" Look inkl. Pseudokydex-Scheide ist nicht so nach meinem Geschmack. Was also tun? Hmmm vielleicht einfach mal in die Werkstatt bringen und sehen was draus wird. 
Nunja, wie man sieht, eine ganze Menge. Erst mussten die Halbschalen runter und der Lack ab. Danach feilte ich die Form ein wenig zurecht. Daumenrast ausfeilen und diese Nubbel am Griffrücken mussten weg, da sie im "extended grip" unangenehm gegen den Mittelfinger drückten. Die neuen Halbschalen sind aus Hartholz (ich hab vergessen welches). Eigentlich wollte ich diese mittig auf den Griff nieten und nicht die Schraublöcher der Plastikschalen verwenden. Leider ist der Stahl aber sehr hart und ich kam wie gesagt nicht durch. Daher mussten am Ende doch die bereits vorhandenen Löcher herhalten. Am Ende bekamen die Schalen noch eine schöne Lasur und Behandlung aus Leinölfirnis.
Weiter geht´s mit der Scheide. Hier handelt es sich eigentlich ganz simpel um eine mit Bienenwachs gehärtete Scheide aus 3-4mm Rindsleder mit einer Gürtelschlaufe. Dieses wurde ebenfalls gebeizt und mit Ölfirnis gepflegt. Das eingebrannte Muster kommt nach dem Wachshärten nicht mehr wirklich hervor, aber das war ohnehin gut, da mir das Muster am Ende doch nicht so gefallen hat. Es lässt sich nur noch erahnen und es wirkt dadruch wie eine alte Scheide. Das Karambit klickt richtig schön ein und hält ohne zu wackeln. Insgesamt bin ich also sehr zufrieden.

Und hier nochmal als Kollage:

10. Januar 2017

Trageriemen/Tumpline


Mal wieder eine Kleinigkeit zwischendurch (weil ich gerade bei 3 anderen Sachen nicht weiterkomme). Diese Art eines einfachen Trageriemens habe ich ganz frech von Leather from the Past übernommen. Er besteht aus zwei Trageschnüren aus geflochtener Hanfschnur und einem Mittelriemen aus 4mm vegetabil gegerbtem Rindsleder, welches mehrmals dick geölt und mit schwarzer Schuhcreme rustiziert wurde. Diese Art Trageriemen ist sehr einfach herzustellen, frisst aber mehr Zeit als man vermuten mag.

3. Januar 2017

Justaucorps/Short Coat im Outlander Stil

Für die wärmeren Tage wollte ich ein etwas leichteres Justaucorps nähen (die bisherigen aus dicker Wolle haben mich echt fertig gemacht!). Unlängst sah ich dann im Stoffladen meines Vertrauens diesen ausgesprochen feschen karierten leichten Wollstoff, der mir perfekt geeignet zu sein schien. Obwohl er augenscheinlich recht historisch aussieht, hat dieser Short Coat (denn er ist um einige cm kürzer als typische Justaucorps) einige Anachronismen. Zum einen wären da die Ellenbogenschoner aus Wildleder. Einerseits haben mir diese recht gut gefallen, andererseits wollte ich die Wissenschaftlernatur des Charakters damit ein wenig unterstreichen, indem durch diese Aufnäher der Mantel ein wenig an einen "Professoren Blazer" erinnert. Der leichte Stehkragen ist mWn auch nicht historisch. Futter ist aus beigem Leinen. Insgesamt sitzt alles recht gut und ich bin sowohl mit der Farbe, als auch mit dem fortlaufenden Muster über die Nahtstellen recht zufrieden.

14. Dezember 2016

Waistcoat für die Uniform

Nächster Teil der Uniform: Der Waistcoat. Dieser ist, wie der fast fertige Uniformrock aus 100% Wolle (aus einer tschechischen Stofffabrik). Dieser Stoff ist aber etwas fester als der der des Rocks. Hier ist der Rückenteil ebenfalls aus Wolle (normalerweise mache ich den Rücken aus Leinen). Das Futter wurde auf die rohen Schnittkanten eingesetzt. Die Taschen sind tatsächlich vorhanden. Ich hab mir sagen lassen, dass Uniformen hier oft nur fake Klappen hatten, aber ich wollte einfach Taschen haben. Es folgt nun die Hose aus dem selben Stoff.

9. Dezember 2016

Han Solo Gürtel Teil 2: Das Rig

Es folgt also Teil 2, die Halterung für den Holster aka das Rig. Im Grunde ganz einfach, ein asymetrirsches Stück Leder (das selbe 3-4mm Rindsleder wie bei Gürtel), welches gebeizt und mit schwarzer Schuhcreme rustiziert wurde, wurde an beiden Enden mit Blechhaken aus 1,8-2mm (ich weiß es nicht genau) versehen. Ich habe mir hier die Freiheit genommen bei den Haken einen Bajonetverschluss zu machen, damit man das Rig auch wieder abnehmen kann. Bei den Gürteln, selbst den ganz hochwertigen, die ich im Netz gefunden hab, ist das nicht der Fall. An der Geraden unten werden noch Schraub-/Buchnieten angebracht, damit man verschiedene Blaster- und Pistolenholster anbringen bzw. austauschen kann.